Andreas Parr äußert sich zum Streit über Ärzte-Honorar
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Anlässlich der Sitzung des gemeinsamen
Bewertungsausschusses zum Streit um die
Ärzte-Honorare erklärt der Bundestagskandidat
und 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
im Gesundheitswesen (ASG) Aschaffenburg,
Andreas Parr:
Ich kann den Unmut vieler Ärzte verstehen,
wenn ich von drohenden Gehaltseinbußen von
bis zu 25% lese. Diesen Honorarstreit aber
durch die vorübergehende Schließung von
Praxen auf dem Rücken der gesetzlich
versicherten Patientinnen und Patienten
auszutragen, ist aus meiner Sicht der falsche
Weg.
Denn der „schwarze Peter“ liegt eindeutig
nicht auf Seiten der Politik. Durch die am
1.1.2009 in Kraft getretene Honorarreform
erhalten die Ärzte rund 3,9 Milliarden Euro
mehr aus dem Topf der gesetzlich
Versicherten. Von einer generellen
Honorarkürzung kann also keine Rede sein.
Gleichzeitig erhalten die Kassenärztlichen
Vereinigungen (KV) die alleinige
Verteilungskompetenz. Dass kein Arzt
Einnahmeeinbußen von 25% hinnehmen will, ja
hinnehmen kann, hat mein volles Verständnis.
Die Ursache liegt aber nicht bei der Politik.
Es ist genug Geld im Topf, es muss nur
richtig verteilt werden. Dies ist Aufgabe der
Kassenärztlichen Vereinigungen. An diese muss
sich also auch der Protest der Ärzte
richten.
Ich erkläre mich solidarisch mit den Ärzten
in unserer Region. Aber ich fordere die Ärzte
auch auf, sich solidarisch mit ihren
Patienten zu erklären und diesen Streit nicht
weiter auf deren Rücken auszutragen.





